Fitnessmythen

Erzähle ein Märchen… Fitnessmythen

Fitnessmythen gibt es viele. Oft entstehen sie, weil eine einzelne Person einen
bestimmten Trainingseffekt hatte. Meistens geht dabei jedoch das Gesamtbild
verloren und der Trainingseffekt eines einzelnen wird nun auf die ganze
Gesellschaft verallgemeinert.

Ein paar dieser Fitnessmythen decken wir jetzt auf!

„Wenn ich Muskeln aufbauen will, werde ich automatisch unbeweglicher!“
Falsch! Wer ausgewogen trainiert und die Kraftübungen richtig ausführt, kann sogar seine Beweglichkeit verbessern.
Man kann noch eher sagen, dass der normale Durchschnittsalltag der Deutschen unsere Muskeln verkürzt, durch z.B. ständiges sitzen und eine ungesunde Haltung während dem Studium oder in der Schule, genauso wie bei Bürotätigkeiten, bei denen ihr hauptsächlich vor dem PC sitzt.
Also aufgepasst. Es ist sehr wichtig, dass, wenn ihr Krafttraining macht oder einen sonstigen Sport ausübt, auch alle Muskelgruppen im Trainingsplan berücksichtigt werden und ihr euren größtmöglichen Bewegungsradius ausnutzt. Mobilitätstraining und Dehnungen schaden natürlich auch nicht!

 

„Ich spiele Fußball, ich muss keine Beine trainieren!“
Jeder der das denkt hat bis jetzt nur hobbymäßig ein bisschen auf dem Platz rumgebolzt. Im Gegenteil, für Fußballer ist ein Beintraining nur von Vorteil. Durch trainingsspezifisches Beintraining kann die Leistung sogar noch gesteigert werden. Mit den richtigen Übungen schafft ihr es, im Sprint bessere Zeiten abzulegen, eure Sprungleistung, euer Antritt und vieles mehr kann sich verbessern. Aber nicht nur das, ebenso kann eure Ausdauerfähigkeit in der Beinmuskulatur gesteigert werden, was bedeutet, ihr seid während dem Spiel länger fit und haltet eurem Gegner länger stand. Zudem fördert Cardiotraining (und nichts anderes ist es, wenn man 90 Minuten von A nach B und wieder zurück läuft) den Muskelaufbau nicht.
Und es gibt noch einen weiteren, sehr wichtigen Punkt, wenn ihr eure intramuskuläre Koordination trainiert (das kann man mit Hilfe verschiedener funktionellen Übungen): Ihr vermindert euer Verletzungsrisiko.
Also liebe Fußballer, Beintraining schadet auch euch nicht, sondern ganz im Gegenteil, es hat nur positive Effekte auf eure Leistung im Sport!

 

„Um ein Sixpack zu bekommen, muss ich Sit-Ups machen!“
Für das heißbegehrte Sixpack, müsst ihr nichts weiter machen, als jeden Abend 100 SitUps? –
was für ein Märchen!

Natürlich stärken SitUps eure Bauchmuskeln, das heißt aber noch lange nicht, dass ihr allein durch diese Übung einen Waschbrettbauch bekommt. Es bringt nichts, wenn eure Muskeln vorhanden, aber von einer Fettschicht überdeckt sind. Wenn ihr einen Sixpack bekommen möchtet, kommt ihr auf kurz oder lang nicht darum herum, euren gesamten Körperfettanteil zu senken, was ihr nur dann schafft, wenn ihr euch unter eurer eigentlichen Kalorienzufuhr ernährt -> kalorisches Defizit. SitUps und allgemein Bauchübungen, verbrennen nur wenige Kalorien, deshalb müsst ihr, auch wenn ihr „nur“ euren Bauch in den Fokus stellen möchtet,
Ganzkörperübungen machen, um euren Energie-/ Kalorienverbrauch zu maximieren. Also um euer Ziel, einen Waschbrettbauch zu bekommen, zu erreichen, müsst ihr euren gesamten Körperfettanteil senken.

 

„Ich bin eine Frau, ich mache kein Krafttraining, sonst baue ich zu viele
Muskeln auf!“

An alle Frauen da draußen, bitte vergesst diesen Fitnessmythos so schnell wie nur irgend möglich! Frauen bauen durch genetische Veranlagungen von vornherein viel langsamer und schwerer Muskeln auf, als Männer. Keine Angst, auch wenn ihr mit Gewichten trainiert, werdet ihr nicht gleich breiter als der Türsteher. Um Muskeln im großen Maße aufzubauen, bedarf es auch einer dementsprechenden Ernährung.
Krafttraining bedeutet nicht gleich extremer Muskelaufbau, im Gegenteil, durch
regelmäßiges Krafttraining erhöht sich sogar euer Grundumsatz und ihr nehmt (wenn gewollt) leichter ab, eure Haut wird gestrafft und euer Körper gefestigt und definiert.